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Die Geschichte von Lomersheim

Aus römischer Zeit ist eine Villa Rustica nachgewiesen, bevor der Ort erstmals im Jahr 800 als Lotmarsheim in einer Urkunde des Klosters Lorsch genannt wird. Während auf dem jetzigen "Doktorbuckel" die ältere Niederburg stand, überragte die wohl im 11. Jahrhundert von den Ortsherren errichtete Rotenburg auf einem Sporn das Dorf. Der erhaltene Bergfried, der nach 1695 Teil der Eppinger Linien war, wurde erst 1815 zur Gewinnung von Baumaterial abgebrochen, ist in Resten aber noch heute erkennbar.

Der Edelfreie Walter von Lomersheim stiftete 1138 sein Erbgut Eckenweiler zur Gründung eines Zisterzienserklosters, das 1147 nach Maulbronn verlegt wurde. 1461 zogen die Herren von Lomersheim, die ihren Besitz nach und nach an Maulbronn verkauft hatten, nach Untereisesheim bei Wimpfen. 1504 wurde Lomersheim im bayrisch-pfälzischen Erbfolgekrieg schwer zerstört und gehörte fortan innerhalb des Herzogtums Württemberg zum Klosteramt Maulbronn.

Der Dreißigjährige Krieg vernichtete mit vielem anderen auch die Mühle, die schon Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt wurde und neben der Enzflößerei die Grundlage des Lomersheimer Gewerbes bildete. Trotzdem wanderten im 18. und 19. Jahrhundert viele Einwohner aus wirtschaftlicher Not aus. 1901 fiel das letzte große Mühlengebäude, das zuletzt als Elektrizitätswerk genutzt wurde, einem Brand zum Opfer. Auf dem Gelände entstand eine große Weberei, die bis zu ihrer Schließung 1974 die bedeutendste Arbeitgeberin in Lomersheim war.

Seit 1945 hat sich der Ort durch rege Bautätigkeit bis an die Markungsgrenze von Mühlacker ausgedehnt. Der Gemeinderat entschied sich schon 1970 für den Anschluss an Mühlacker. Lomersheim zählt heute rund 2.800 Einwohner.

Ortsbildprägend sind die ummauerte Kirche St. Peter mit einem mächtigen Chorturm aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und die dreischiffige Fachwerkkelter von 1603 in der Illinger Str. 9.

Das Wappen von Lomersheim

DasWappen von Lomersheim

Wappenbeschreibung
Schild geteilt, oben von gold und rot 5 mal gespalten ( = 3 sogenannte Pfähle), unten blaues Feld.

Flaggenfarben
blau - gelb

verliehen
16.01.1940

 
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