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Die Geschichte von Großglattbach

Archäologische Funde auf dem Riedberg belegen eine Besiedlung auf Großglattbacher Gemarkung schon vor 5000 Jahren. Urkundlich wurde der Ort dann 782 als Glatebach im Lorscher Codex zum ersten Mal genannt, doch erst seit 1469 setzte sich die Bezeichnung Großglattbach zur Unterscheidung von Kleinglattbach durch.

Das Kloster Weißenburg besaß hier schon im 10. Jahrhundert die heutige Pfarrkirche St. Petrus und die außerhalb des Orts gelegene, noch ältere Kirche St. Markus. Außerdem waren auch die Klöster Reichenbach, die Dominikanerinnen zu Pforzheim, Herrenalb und Maulbronn, das seit 1245 umfangreichen Besitz erwarb, in Großglattbach begütert.
Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert sind die Herren von Glattbach als Ministerialen der Grafen von Calw nachweisbar. Urkundlich nicht gesichert ist, ob sie auf einer lokalen Burg, deren Standort aber bis jetzt nicht genauer bestimmt werden kann, lebten.

Nach dem Kriegszug Herzog Ulrichs von 1504 gehörte Großglattbach zum neugebildeten württembergischen Klosteramt Maulbronn und unterstand seit 1842 dem Oberamt und späteren Landkreis Vaihingen.

Großglattbach besaß nicht nur zwei Kirchen, sondern schon im 15. Jahrhundert auch zwei Mühlen, womit es sich aus den Ortschaften der Umgebung heraushob. Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Zerstörungen und Bevölkerungsverluste.

In der Neuzeit lässt sich eine gewisse Stagnation in der Entwicklung des Dorfes konstatieren, dass keinerlei Industrieansiedlung zu verzeichnen hatte. So bewegen sich die Einwohnerzahlen in Großglattbach von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1970 nur zwischen rund 830 und 910 Personen. Bemerkenswert ist auch der Rückgang des Weinbaus, der vor dem Dreißigjährigen Krieg praktisch den gesamten Ort ernährte, während bereits die Oberamtsbeschreibung von 1870 vermerkt, dass der Weinbau stark abgenommen habe und nur noch auf einer Fläche von 30 Morgen betrieben werde. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Großglattbach zehn Tage lang hart umkämpft.

Trotz historisch enger Beziehungen zu Vaihingen schloss sich Großglattbach im Zuge der Verwaltungsreform 1975 der Stadt Mühlacker an und zählt jetzt 1.250 Einwohner.

Das Wappen von Großglattbach

DasWappen von Großglattbach

Wappenbeschreibung
In gold (gelb) eine schräg gestellte rote Raute.

Flaggenfarben
rot - gelb (gold)

verliehen
27.04.1956

 
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