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Die Geschichte von Enzberg

Bereits die Römer siedelten sich zwischen 100 und 260 n.Chr. auf Enzberger Gebiet und hinterließen am östlichen Ortseingang (heute direkt neben der B 10) eine bedeutende Villa Rustica. Schriftlich ist der Ort erstmals im Jahr 1100 in einer Urkunde des Klosters Sinsheim belegt.
Als Erbauer der abgegangenen Burg und Gründer des Dorfes Enzberg gilt Graf Wolfram (1024-1056) aus dem Geschlecht der Zeisolf-Wolframe, die über den Kraich-, Pfinz- und Enzgau herrschten.
Nach mehrmaligem Besitzwechsel wurde die Burg zum Stammsitz der Herren von Enzberg, die mit den Herren von Niefern stammverwandt waren. Heinrich I. von Enzberg wurde zum Vogt über das Kloster Maulbronn (spätestens 1236) berufen. Unter seinen Nachfolgern kam es aber zu jahrzehntelangen Streitigkeiten mit dem Kloster über diese bedeutende Schutzherrschaft, bis diese an die Pfalzgrafschaft gelangte. Pfalzgraf Ruprecht zerstörte daraufhin 1384 die Burg Enzberg. Die Herren von Enzberg kauften deshalb 1409 die Herrschaft Mühlheim an der Donau, wo das Geschlecht immer noch besteht.
Im 14. Jahrhundert ist neben dem im Tal gelegenen Dorf auch eine kleine, bäuerlich geprägte Stadt Enzberg, die direkt unterhalb der Burg lag und über das Marktrecht verfügte, nachzuweisen. Sie ging jedoch zusammen mit der Burg unter.
1504 wurde Enzberg nach einem Kriegszug Herzog Ulrichs zusammen mit dem übrigen Klosterbesitz württembergisch.
Als Folge der großen Einwohnerverluste im Dreißigjährigen Krieg wurden 1701 protestantische Waldenser in einer eigenen Siedlung auf dem Sengachberg angesiedelt.

Wirtschaftlich herrschte bis weit ins 19. Jahrhundert die Landwirtschaft vor, doch schon 1300 und 1550 werden Mühlen am Dorfbach und an der Enz erwähnt und um 1700 gab es zwei Papiermühlen, die eine beginnende Industrialisierung andeuten. Im 19. Jahrhundert erlangten zwei Brauereien, eine Gips- und eine Sägemühle Bedeutung.
Enzberg wurde 1863 Bahnstation. Zunehmend sicherten sich die Enzberger ihren Lebensunterhalt durch Taglohn und Fabrikarbeit im nahegelegenen Pforzheim („Rassler“). 1911 begann der wegweisende „Gemeindeverband Elektrizitätswerk Enzberg“ mit der Stromproduktion aus Wasserkraft an der Enz.
Es folgten eine weitsichtige Ansiedlung von Gewerbebetrieben sowie der Bau neuer Siedlungen.
Seit 1972 ist Enzberg ein Stadtteil von Mühlacker und feierte im Jahr 2000 sein 900-jähriges Bestehen. Es zählt heute rund 3 900 Einwohner.

Das Wappen von Enzberg

Das Wappen von Enzberg

Wappenbeschreibung
In rot ein silberner (weißer) Ring mit grünem Edelstein

Flaggenfarben
weiß - rot (silber - rot)

verliehen
1933

 
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