Geschichte des Mühlacker Tagblatt

Firmenchronik

  • Die Zeitung wurde als "Dürrmenz-Mühlacker-Bote" im Jahre 1890 von Buchdrucker C. Ruopp gegründet und 1896 von Buchdruckermeister Karl Elser erworben. Bis zum Jahr 1905 erschien die Zeitung wöchentlich dreimal, bis 1911 viermal und seitdem täglich.
    ehemalige Druckerei
  • 1932 hört Eugen Händle, Sohn des Mühlacker Fabrikanten Georg Händle, noch als Student der Betriebswirtschaft in Mannheim von den Absichten Karl Elsers, seinen Zeitungsverlag und seine Druckerei zu verkaufen. Er übernimmt die Firma am 31. Juli 1933.
  • Zusammen mit seiner Frau Else Händle übernimmt er die Firmengeschäfte. Schon bald drängen die Nazis auf eine Beteiligung an dem Verlag. Die Zeitung erhält den Zusatz "Der Braune Sender". Unter schwierigen Bedingungen versucht Eugen Händle, die Einflussnahme der NS-Pressezentrale gering zu halten.
  • Ab August 1949 nach Entnazifizierung und mehreren Jahren in einem Internierungslager kann Eugen Händle seine Zeitung wieder als "Mühlacker Tagblatt" herausgeben.
  • Else und Eugen Händle legen die wesentlichen Grundsteine für den Ausbau der Firma mit der Druckerei, der führenden Buchhandlung am Platz , dem "Stieglitz" Buchverlag und dem Mühlacker Tagblatt als führender Heimatzeitung.
  • Ab 1972 übernimmt das Mühlacker Tagblatt den Mantel der "Stuttgarter Nachrichten". 1973 wird man Gesellschafter des Z-Druck in Sindelfingen und druckt dort bis heute die Tageszeitung. Das Mühlacker Tagblatt ist auch Mitglied der "Stuttgarter Anzeigengemeinschaft".
  • In den 80-er Jahren steigt die Tochter von Eugen und Else Händle, Brigitte Wetzel, in die Führung der Verlagsgeschäft ein.
  • Im März 1988 stirbt Eugen Händle. Seine Frau und seine Tochter führen die Geschäfte weiter und erhalten die Selbständigkeit des Unternehmens.
  • Am 31. März 1990 feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Firmenjubiläum.
  • VerlagsgebäudeIm November 1992 wird ein neues Verlags- und Druckereigebäude im Industriegebiet von Mühlacker bezogen. Die Buchhandlung verbleibt in der Innenstadt.
  • 1998 kommt der Sohn von Brigitte Wetzel, Hans-Ulrich Wetzel, in das Unternehmen und steigt in die Geschäftsführung ein.
  • Im Januar 2001 stirbt 90-jährig die Seniorchefin Else Händle, die bis zuletzt rüstig und interessiert die Unternehmensentwicklung verfolgt.
  • Neue Zeitungsdruckmaschine2002 erfolgt ein großer Umbau der Buchhandlung, 2003 wird die neue Rotationsmaschine bei Z-Druck in Sindelfingen in Betrieb genommen.
  • 2007 erfolgt die vollständige Renovierung des Stammhauses in der Mühlacker Bahnhofstraße 62. Geschmackvoll werden alte und neue Gebäudeteile zusammengeführt. Buch-Elser als größte Buchhandlung im Enzkreis erhält eine Verkaufsfläche von rund 300 qm.
  • 2008 erfolgt bei Elser Druck der Schritt in eine neue Ära. Die bisher größte Druckmaschine der Firmengeschichte, eine Heidelberg XL 75, wird installiert. Mit ihr können hochwertige Drucksachen wie Prospekte, Broschüren und Flyer fünffarbig gedruckt und lackiert werden.
  • 2010 feiert die Elser Gruppe Druck und Medien ihr 120-jähriges Firmenbestehen.


    Das Unternehmen ist bis heute ein selbständiges Familienunternehmen. Das Mühlacker Tagblatt hat eine Auflage von rund 9.500 Exemplaren. Im Verlag erscheint ebenfalls das Anzeigenblatt "Rundschau" mit einer Auflage von 32.500 Exemplaren. Die Abonnenten erhalten zusätzlich "Sonntag Aktuell".
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