9. Juni 2009

Drei Mühlackerer neu im Kreistag

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Sie haben vorerst wieder ausgedient: Im Foyer des Rathauses Mühlacker stehen die Wahlurnen zur Einlagerung bereit – bis 27. September, dann steht mit der Wahl zum Deutschen Bundestag der nächste Urnengang an. Wiederum vier Wochen später, am 25. Oktober, findet die OB-Wahl statt.
Foto: p
Sie haben vorerst wieder ausgedient: Im Foyer des Rathauses Mühlacker stehen die Wahlurnen zur Einlagerung bereit – bis 27. September, dann steht mit der Wahl zum Deutschen Bundestag der nächste Urnengang an. Wiederum vier Wochen später, am 25. Oktober, findet die OB-Wahl statt. Foto: p
Schütterle mit gewaltigen Stimmeneinbußen wiedergewählt

Mühlacker wird künftig zum Teil mit alten und zum Teil mit neuen Räten im Kreistag des Enzkreises vertreten sein. Ute Fleig (CDU) und Harald Töltl (SPD) schaffen nicht den erneuten Sprung ins Gremium. Arno Schütterle verliert fast 1000 Stimmen.

Von Thomas Sadler

Enzkreis. In den vergangenen fünf Jahren gehörten aus Mühlacker acht Kommunalpolitiker dem Kreistag an: Günter Bächle, Hans-Jürgen Pisch, Ute Fleig (alle CDU), Thomas Knapp, der für Jörg Sattler nachgerückte Harald Töltl (beide SPD), Rolf Leo (FWV) sowie Arno Schütterle und Klemens Köberle (beide Bündnis 90/Die Grünen). Wobei Klemens Köberle der Erfolg erst in letzter Minute, nämlich durch ein Ausgleichsmandat, beschieden war.

 Der frühere Bürgermeister Hans-Jürgen Pisch ist nach seinem Ausscheiden aus dem Amt als Nummer zwei im Rathaus dieses Mal nicht wieder angetreten. Alle anderen seitherigen Kreisräte aus der Großen Kreisstadt haben indes erneut kandidiert. Doch nicht alle haben ihr Ziel erreicht. Nach dem vorläufigen Endergebnis der Kreistagswahl konnten Ute Fleig und Harald Töltl ihre Sitze nicht verteidigen.

 Dem Kreitag auch in Zukunft angehören werden Günter Bächle, Rolf Leo, Thomas Knapp, Arno Schütterle und Klemens Köberle. Verstärkt werden sie künftig von neu gewählten Mühlackerern. Dies sind die Christdemokraten Wolfgang Schreiber, langjähriger Stadtrat und CDU-Stadtverbandsvorsitzender, und Dr. Peter Napiwotzky, der als Kommunalpolitiker ein unbeschriebenes Blatt ist, als Arzt aber einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.

 Ein weiteres neues Gesicht im Kreistag wird Frank Schneider sein. Der Vorsitzende der Senderstädter FDP-Gemeinderatsfraktion erhielt 2576 Stimmen und zieht somit in das Gremium ein, was ihm 2004 nicht vergönnt war.

 Apropos Stimmen: Günter Bächle (5409 Voten), Thomas Knapp (3674) und Rolf Leo (3021) konnten ihre Ergebnisse von 2004 jeweils verbessern. Anders sieht es bei Oberbürgermeister Arno Schütterle aus. Er hat jetzt lediglich 2970 Stimmen erhalten und ist damit gegenüber seinem Ergebnis von vor fünf Jahren (3950) von 980 Wählern weniger gewählt worden.

 Im Hinblick auf die Parteien können sich nach der Kreistagswahl im Wahlkreis Mühlacker mehrere Gruppierungen als Sieger fühlen: die CDU, weil sie weiterhin drei Mandate haben wird, die FDP, weil sie in Zukunft mit Frank Schneider ebenfalls im Kreistag vertreten sein wird, was nach der Wahl 2004 nicht der Fall gewesen ist, und die Freie Wählervereinigung, die mit ihrem Routinier Rolf Leo ihren Sitz verteidigen konnte.

 Glück haben hingegen die Bündnisgrünen aus der Großen Kreisstadt: Auch sie entsenden nach wie vor zwei Vertreter, nachdem Klemens Köberle auch dieses Mal in den Genuss eines Ausgleichsmandats gekommen ist.

 Verlierer im Wahlkreis der Senderstadt ist die SPD, deren Sitzzahl von zwei auf einen halbiert worden ist. Ihrem Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Dr. Roland Peter haben 1210 Stimmen nicht gereicht, um in den nächsten fünf Jahren im Enzkreis die Interessen der Stadt Mühlacker mitzuvertreten.


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