Aus unserem Gemeindeleben
Konfirmation 2013
Wenn Ihr Kind zwischen Juli 1998 und Juni 1999 geboren ist, also derzeit die 7. Klasse besucht, kann es zum Konfirmandenunterricht angemeldet werden.
Sollte Ihr Kind noch nicht getauft sein, kann es dennoch angemeldet werden; die Taufe wird dann in der Zeit der Vorbereitung zur Konfirmation vollzogen.
Bitte wenden Sie sich an das Pfarrbüro. Dort hilft man Ihnen gerne weiter und teilt Ihnen den Konfirmationstermin, Unterrichtsbeginn und weitere wichtige Termine mit.
Konfirmation 2012
Am Sonntag Jubilate, dem 29. April wurden konfirmiert:
hintere Reihe v.l.:
Julian Thiede - Jeremias Pflüger - Lorenz Hudak - Jonathan Pflüger - Aaron Burr - Lewis Zappel - Marvin Scheible
mittlere Reihe v.l.:
Christian Jurende - Manuel Pfisterer - Jule Grottker - Louisa Jourdan - Alena Ribic - Sonja Lochmüller - Sofia Gebauer - Paul Heizmann - Joscha Heizmann - Pfarrer Beatus Widmann
vordere Reihe v.l.:
Katharina Engel - Jessica Geißel - Stefanie Wanschura - Sandra Roller - Julia Lehner - Julia Kucher - Julia Pfisterer - Linda Schmidt - Olivia Yannopoulos
Im Gottesdienst am 29. Januar wurden die neuen Turmchorfenster der Gemeinde vorgestellt. Für alle, die an diesem Gottesdienst nicht teilnehmen konnten oder die Geschichte der Fenster nachlesen möchten, stellen wir Ihnen nachstehend die Ansprache der Vorsitzenden des Kirchengemeinderates, Barbara Straub, gerne zur Verfügung:
Wie kam es dazu, dass wir heute diesen besonderen Gottesdienst anlässlich der Vorstellung der neuen Turmchorfenster – insbesondere des Ostfensters – feiern können
Fenster in einem Gebäude, da könnte man sagen – das ist doch etwas ganz Selbstverständliches, jedes Haus hat Fenster, jede Schule, ein Bahnhofsgebäude, ein Rathaus und auch jede Kirche hat Fenster.
Die Schule unserer tansanischen Partnergemeinde hat auch Fenster, aber das Fenster hat kein Glas. Ganz früher waren es in Europa Tierhäute, Pergament oder Leinenstoff, oder wenn die Besitzer sehr viel Geld hatte Alabaster, das das Fenster ausmachte.
Ich möchte Sie mit hinein nehmen in die Geschichte mit „unserem“ Ostfenster und seinem Glas – und wie es dazu kam, dass wir heute diesen besonderen Gottesdienst feiern können.
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Andreasgemeinde eine mutige Gemeinde ist, eine Gemeinde, die gerne den Blick nach vorne wendet, aber auch das Gewesene nicht vergisst, die bereit war und bereit ist, etwas Ungewöhnliches zu denken und zu tun. Denken wir nur zurück an die Renovierungsmaßnahmen damals vor gut 50 Jahren, die hier in der Kirche durchgeführt wurden und die diese Kirche baulich sehr stark verändert haben.
Vielleicht hat die Gemeinde auch ein ganz tiefes Gespür für tiefgehende biblische Geschichten wie die Ostergeschichte. Seit den 80er Jahren feiern wir in dieser Kirche die Osternacht, trotz aller Veränderungen und Pfarrerwechsel. Wir kommen aus der Dunkelheit der Nacht, viele laufen entlang des historischen Friedhofs. In der Kirche warten die Feiernden auf das hereinbrechende Morgen- und Osterlicht. „Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang…und „ Glanz, der zu mir aus Eden aufbricht“ - Immer wieder war „Licht“ das Thema dieser Osternachtsfeiern und genau dieses Licht konnte nicht ohne Umwege in die Kirche scheinen, weil es im Osten der Kirche kein Fenster (mehr) gab.
Und so tauchten immer mal wieder Gedanken zu diesem „Morgenglanz der Ewigkeit“ auf.
Auch in den Sitzungen des Kirchengemeinderats wurde im Winter des Jahres 2010 und Frühjahr 2011 darüber gesprochen, ob es wohl möglich wäre, das nur noch von außen gekennzeichnete Ostfenster wieder zu öffnen. In diesen Wintermonaten waren, wie ganz von selbst, sehr viele Spenden, auch sehr große zusammen gekommen, die nur für ein solches Ostfenster bestimmt waren. So wagte es der Kirchengemeinderat, sich noch intensiver mit dem Ostfenster zu befassen. Weil uns die St. Andreaskirche sehr am Herzen liegt war es uns als Gremium klar, dass wir für die Gestaltung eines solchen Fensters nach einer anerkannten Künstlerin schauen wollten. Durch ganz verschiedene Kontakte stießen wir mehrfach auf den Namen „Angelika Weingardt“, Glaskünstlerin aus Bühlenhausen bei Schwäbisch Hall. Sie hat nach einer Ausbildung als Glasmalerin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und ein Jahr in Jerusalem Kunst studiert und unterrichtet heute Studenten an dieser Stuttgarter Hochschule. An Hand von Veröffentlichungen der Künstlerin, z.B. auch die der Fenster der Regiswindiskirche in Lauffen, konnten wir einen Eindruck von ihren Arbeiten, gerade auch von gestalteten Kirchenräumen gewinnen. Wir luden sie zu einer ersten Begegnung mit unserem Gremium ein. Doch bevor Frau Weingardt zu uns zum Gespräch kam, verbrachte sie eine ganze Weile in der St. Andreas-Kirche, um den Raum, insbesondere den Chorturm zu erleben und in sich aufzunehmen.
Von dem gemeinsamen Gespräch mit ihr waren wir so beeindruckt, dass wir in der darauf folgenden Sitzung sie um ihren Entwurf für die 3 Fenster im Turmchor baten. Im Oktober sollten diese Entwürfe der Künstlerin dann der Gemeinde in einer Gemeindeversammlung vorgestellt werden und erst dann wollte der Kirchengemeinderat entscheiden.
Natürlich wollten wir die Gemeinde mit in unseren Gedankengang hineinnehmen und beschlossen bereits im April 2011, den Schöpfungstag Anfang Juli zum Thema „Morgenlicht leuchtet“ zu gestalten. Bei einem eindrücklichen Sketch wurde das erste Loch bereits im Pfarrgarten durch die Turmattrappe gebohrt. Bei schönem Wetter bastelten viele Kinder an diesem Tag ihr Kirchenfenster aus Papier, weitere Fragen zur Innenrenovierung und zum Ostfenster wurden an den Tischen beim Mittagessen oder Kaffee und Kuchen diskutiert.
Ende Juli stellte Frau Weingardt dem Kirchengemeinderat ihre Entwürfe vor. Wir luden das Denkmalamt ein, die im August in die Kirche kamen und sich die Öffnung des Ostfensters gut vorstellen konnten, wenn wir den alten Stand fotographisch dokumentieren.
Zur Vorbereitung der Gemeindeversammlung befassten wir uns im vergangenen Herbst ein weiteres Mal mit den Entwürfen der Glaskünstlerin.
In einer zweigeteilten Gemeindeversammlung im Oktober stellte dann Pfr. Widmann die Öffnung des Ostfensters und den Entwurf von Frau Weingardt für das Ost-, Nord- und Südfenster vor. Architekt Lämmle erklärte die Renovierungs-maßnahmen zu Elektrik, Heizung und Beleuchtung. Im Anschluss daran wurden verschiedene Punkte kontrovers diskutiert, vor allem die bis heute offene Frage „Ostfenster vorstellbar – aber was passiert mit dem bis zu diesem Zeitpunkt davor stehenden Kruzifix?“. Auch Post hat der Kirchengemeinderat erhalten und sich noch einmal in einer weiteren Sitzung intensiv mit den dort genannten Punkten - u.a. zum Ostfenster - befasst.
Nach allen Diskussionen, kritischen und begeisterten Worten wollte sich das Gremium gerne auf die Gestaltung der drei Fenster im Turmchor nach dem vorgelegten Entwurf von Frau Weingardt einlassen. Wir haben uns gefreut, dass sich Frau Weingardt auch auf unsere Kirche einlassen wollte.
Uns hat der gedankliche Weg vom Eingang beim Friedhof im Westen der St. Andreaskirche hin zum Ostfenster mit dem Morgenglanz der Ewigkeit, also zur Auferstehung überzeugt. So beauftragten wir Frau Weingardt in der Sitzung nach der Gemeindeversammlung Mitte November mit der Gestaltung der Fenster.
Allein im Ostfenster, wie wir es heute vor uns haben, sind für mich beide Gedanken verbunden, Kreuz und Auferstehung; Auferstehung ist nicht einfach sichtbar, kann es auch nicht sein, aber vielleicht ist auch für Sie etwas davon in diesem Fenster spürbar. In jedem Fall wird Licht auf das Kreuz fallen, es bestrahlen und hinterstrahlen.
Für die Künstlerin hieß das nach der Entscheidung des Kirchengemeinderats das Glas auszusuchen. Glas ist ein Produkt, das es so lange gibt, wie die Schöpfung besteht. Als natürliches Glas taucht es auf bei Vulkanausbrüchen, wenn das sehr heiße Magma mit kaltem Wasser oder Eis zusammentrifft und sich z.B. das vulkanische Glas, der dunkelgrüne schillernde Obsidian bildet. Bis ins 19. Jahrhundert waren fast alle Fenster aus mundgeblasenem Glas. Wenn es gut gemacht war, so konnte das Glas so schillern, wie der natürlich vorkommende Obsidian. Vielleicht war das ursprüngliche Ostfenster der St. Andreaskirche auch einmal aus mundgeblasenem Glas, so wie es die heutigen wieder sind.
Mundgeblasene Fenster zeigen Leben, je nachdem, von wo aus Sie das Glas betrachten werden. Ich denke, wir werden erleben, welche Wirkungen die Tages- und auch die Jahreszeiten auf das Licht und die Stimmung in der Kirche haben werden. Ich bin gespannt z.B. auf den Blick durch das Südfenster auf die große alte Buche im Sommer.
Jedes Glas ist Handarbeit und für sich genommen schon Kunst. Es wird bereits in der Herstellung immer wieder ein wenig anders. Die Gläser für unsere Fenster wurden in der Glashütte in Waldsassen als sog. Überfanggläser hergestellt und von Frau Weingardt dort selber ausgesucht. Aus einem als Zylinder geblasenen Glas entsteht nach weiterer Bearbeitung eine 3mm dicke Glastafel von etwa 60 mal 90 cm Größe. Das war das Ausgangsmaterial für unsere Fenster.
Glas ist sehr hart – aber auch zerbrechlich, welch ein Gegensatz; es ist so hart, dass das vorhin schon genannte vulkanische Glas von unseren Vorfahren zur Herstellung von Werkzeugen genutzt wurde. Es ist auch so hart, dass fast alle Chemikalien dem Glas nichts anhaben können, bis auf eine sehr, sehr starke Säure, die Flusssäure, mit der unsere Künstlerin Teile der Oberfläche der Überfanggläser geätzt hat und ihnen so eine bestimmte Struktur verliehen hat. Für eine solche besondere und nicht ungefährliche Tätigkeit braucht man eine gute Glaswerkstatt. Hier arbeitet Fr. Weingardt mit der international tätigen Glasmalerei und Glaswerkstatt Peters in Paderborn zusammen.
Auch in der Andreaskirche wurde fleißig gearbeitet. Zunächst wurde das Kruzifix sorgfältig abgenommen, und staubfrei eingepackt, so dass ihm während der gesamten Bauzeit nichts passieren kann. Wenn dann alles fertig ist, werden wir miteinander schauen, wo der richtige Platz sein wird.
Im Turmchor brachen dann in harter und sehr, sehr staubiger Arbeit die Männer unseres Umweltteams mit schweren Bohrhämmern die Mauer durch, bevor die Firma Peters vergangene Woche die Fenster einsetzte.
Wenn Sie nachher sich die Fenster aus der Nähe anschauen, so nehmen Sie den gerade gesungenen Vers mit „Sein Reich ist nicht von dieser Welt, kein groß Gepräng ihm hier gefällt, was schlicht und niedrig geht herein, soll ihm das Allerliebste sein.“
Wir sind sehr froh, dass es für Frau Weingardt möglich war, heute hier zu sein und dass sie nachher im Gespräch mit Ihnen für alle Fragen zur Verfügung steht.
Barbara Straub
Vorsitzende des Kirchengemeinderats der St. Andreasgemeinde
Ehrung von Organist Ernst Rappold für 50 Jahre Orgeldienst
Im Anschluss an unseren Schöpfungsgottesdienst im Pfarrgarten am 10. Juli wurde Ernst Rappold für 50 Jahre Orgeldienst geehrt. Die Urkunde des Landesverbandes überreichte Bezirkskantorin und Kirchenmusikdirektoren Erika Budday. Weitere Grußworte richteten Dekan Ulf van Luijk, Pfarrer Beatus Widmann, Barbara Straub als 1. Vorsitzende des Kirchengemeinderats der St.-Andreas-Gemeinde und Heide Boger als frühere 1. Vorsitzende des St.-Andreas-Kirchengemeinderats an den Jubilar.
Zahlreiche Wegbegleiter Ernst Rappolds waren in den Pfarrgarten zum Gratulieren gekommen.
Die Lehrer-Jazz-Band aus Pforzheim, mit ehemaligen Kollegen Ernst Rappolds, begleitete den Gottesdeinst und die Ehrung.
Hier einige Bilder - weitere folgenden in Kürze.
Aktionstag der Dürrmenzer Geschäfte am 31. Mai für Innenrenovierung der St.-Andreas-Kirche
Die Eigenmittel in Höhe von € 30.000,-- sind, durch Spenden, Skulpturenverkäufe, Flohmarkt und weiteren Aktionen zusammen. Die Anträge für die Zuschüsse der Landeskirche sind gestellt und wir sind zuversichtlich, dass nach der Konfirmation 2012 mit der Renovierung begonnen werden kann.
Herzlichen Dank allen, die hierzu beigetragen haben!
Die Dürrmenzer Geschäftsleute, allen voran Dürrmenz-Bäcker Hans-Dieter Slobodkin, laden nun zum großen Aktionstag am 31. Mai ein. Mit verschiedenen Aktionen wird so unser Vorhaben unterstützt.
Vergelt's Gott, den Geschäftsinhabern und den Kunden, die dadurch Ihre Verbundenheit zu unserer Kirchengemeinde zeigen!
Wir danken für das Zeichen der Verbundenheit in Form von Spenden für unserer St.-Andreas-Kirche. Bankverbindung: Evang. Kirchenpflege Mühlacker; "Innenrenovierung St.-Andreas-Kirche"; Konto-Nr. 977 802; Sparkasse Pforzheim Calw; BLZ: 666 500 85
Zum Hintergrund:
In den Jahren 1955/1956 wurde unsere St. Andreaskirche letztmals innen renoviert. Das ist nun 55 Jahre her.
Die Elektroinstallation, die elektrischen Bankheizungen und die Altarraumbeleuchtung genügen unseren heutigen Erfordernissen nicht mehr. Wir wollen sie auf den neuesten Stand der Technik bringen.
So planen wir verschiedene Spendenaktionen.
Durch eine großzügige Spende waren wir in der glücklichen Lage,verschiedene Skulpturen des namhaften Dürrmenzer Künstlers Manfred Metzger zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Der Reinerlös aus dem Verkauf kam der Innenrenovierung unserer St. Andreaskirche zu Gute. Auch finanzielle Spenden sind uns herzlich willkommen. Entsprechende Bescheinigungen stellen wir Ihnen gerne aus.
Die Gesamtkosten der Innenrenovierung belaufen sich nach Auskunft der Bauabteilung des Oberkirchenrates und unserer Gesamtkirchenpflege auf circa 180.000 €
KONFIRMATIONEN 2011
Aus unserer Gemeinde wurden von Pfarrer Widmann konfirmiert:
hintere Reihe v.l.:
Luca Ockernahl, Valentin Siegerist, Caroline Bauder, Nina Diefenbacher, Valerie Amos, Dennis Schulzek, Achim Schiro, Tom Hildinger
mittlere Reihe v.l.:
Sarah Bonnet, Svenja Kröger, Badea Bossert, Valeska Sämann, Lisanne Barbu, Leonie Jaeckle, Hanna Faist, Rebecca Würz
vordere Reihe v.l.:
Niclas Augenstein, Benita Brenner, Maren Slobodkin, Ines Hilgert, Aileen Röse, Selina Bevanda, Jan Böhringer
Vielen Dank an das Fotostudio Majer-Digital für die Überlassung des Bildes.
Gemeindefest zum Schöpfungstag im Pfarrgarten
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